Tantra für Erfahrene

Der erfahrene Tantragänger kennt die Abläufe. Er weiss, dass es eine Kernstruktur gibt.

Eingangsritual – Duschen

Die Massage der Rückseite – komplett von Kopf bis Fuss

Die Massage der Vorderseite – hier auch Kopf, Finger und Fuss

Die Massage des Intimbereiches – Nachruhen – Duschen

Allerdings kann alles, was um sich um Kern herum gesellt, völlig unterschiedlich ausfallen. Die Frage nach dem gemeinsamen Duschen wird nicht allerorts bejaht. Und selbst wenn, gibt es Unterschiede wie zusammen geduscht wird… Doch Tantra soll Spass machen und zwar für alle Beteiligten. Allzu vorgefertigte Muster und Vorstellungen können eine Sitzung energetisch blockieren und auch die Masseurin verunsichern. Gerade junge Tantramasseurinnen müssen den Umgang mit den verschiedenen Chakrakteren noch lernen. Du hilfst ihr also nicht, indem du sie verunsicherst oder gar Druck aufbaust. Das Einfordern irgendwelcher Wünsche über das Programmheft hinaus wäre so etwas, was man nicht machen sollte.

Ist erst mal ein solches No-Go ausgesprochen, ist die Sache eigentlich schon gelaufen. Für dich, aber auch für die Masseurin, die nun unter einem Stresslevel steht und nicht mehr in die energetische Tiefe kommen kann. Das widerum verwässert die Qualität der Massage.

Die kritischen Phasen einer Tantramassage

Die schwierigste Phase einer Tantramassage kann durchaus das Vorabgespräch sein, was bei allen professionellen Anbietern stattfindet. Schliesslich ist man sich fremd und will in einigen Minuten nackt auf dem Futon miteinander verbringen. Einige Worte vorneweg wären hier sicher angebracht. Doch ein solches Gespräch kann auch in eine völlig andere Richtung verlaufen als gewünscht. Achte darauf, dass es nicht zu Diskussionen kommt. Sollte sich so etwas anbahnen, lenke das Gespräch in eine Richtung und peile das Ende des Gespräches an, sofern du noch an einer anschliessenden Massage interessiert bist.

Kritisch wird es aber auch, wenn die gesteckten Grenzen der Masseurin nicht eingehalten werden. Küssen, zwischen die Beine fassen oder an den Busen sind bei vielen klassischen Anbietern nicht erlaubt. Respektvolle Berührungen hingegen schon! Doch was sind denn respektvolle Berührungen? Das kann beispielsweise das Berühren des Armes sein oder ein Streicheln des Rückens. Über den Oberschenkel zu streicheln ist sicher auch kein Problem. Doch Brüste oder Yoni gehören nicht dazu. Man kann viel Nähe aufbauen, indem man die Hände berührt und mit diesen spielt. Auch konkreter Augenkontakt vermittelt etwas vertrautes.