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Die „schöne“ Erotik

Eine „schöne“ Erotik hat nichts mit oberflächlichen Attributen zu tun und erst recht nicht mit Aspekten wie Optik oder Performance. Oft spricht man von einem Gesamterlebnis, wenn man sagt: es war eine schöne Erotik. Was nun genau schön daran ist, weiss man oft auch nicht so genau. Doch prinzipiell ist es sehr einfach, das zu verstehen. Wie man Erotik konsumiert, kann völlig unterschiedlich sein. Die einfache Variante funktioniert auch einfach: die optischen Reize pingen das Gehirn an und schon ist man bereit zu allerlei Schandtaten. Dazu gesellen sich noch Handlungen, die man gerne mag und fertig ist der Erotikkonsum, den man weitläufig als gut bezeichnet.

Dass es weit mehr gibt als das, kann man sich wohl vorstellen, doch der Weg dahin bleibt vielen unerschlossen. Denn dazu gehört weit mehr als sich auf Reize zu verlassen. Die schöne Erotik hat die Fähigkeit in die Tiefe zu gehen; wahnsinnige Erfahrungen zu machen; sich selbst neu zu entdecken und mit dem Partner zu einer Symbiose zu verschmelzen. Um das zu erleben, muss man loslassen von alten Mustern, die bisher in der Erotik die Prioritäten gesetzt haben. Erst wenn du unabhängig wirst, von den einfachen Reizmodulen, bist du fähig mehr zu erleben. Eine gewisse Form der Wertfreiheit gehört dazu um das Ziel zu erreichen. Erst wenn wir den Kopf ausschalten, aufhören zu bewerten und uns im Hier und Jetzt bewegen, wird es interessant.

Dann sind wir in der Lage bewusst Erotik wahrzunehmen und schwingen auf einer anderen Ebene. Das gemeinsame Lachen, das kleine Streicheln, die süsse Geste, sich in die Augen schauen und im Moment verweilen, sind dabei nur kleine Aspekte der schönen Erotik. Wer loslässt kann tiefe Erfahrungen machen bis hin zu Ganzkörperorgasmen. Wer den anderen voll und ganz annimmt, so wie er ist, wird frei sein in seiner Erotik. Und wenn man sich auf die Schwingungen des Partners einlässt, kann man gemeinsam eine Reise machen, die nichts gemein hat mit der „einfachen“ Erotik. Wer interessiert daran ist, mehr zu erleben als eine einfache Erotik, kann sich mit meinen Workshops vertraut machen.

Kann Tantra in der Partnerschaft helfen?

Diese Frage stellen sich die Menschen immer wieder. Hilft Tantra wirklich, damit ich meine Beziehung bereichern kann? Es kommt darauf an, wie du an das Tantra herangehst. Sich in ein Massagestudio zu legen, sich massieren zu lassen und normal seinen Alltag weiter zu leben, entspannt dich gewiss für eine Weile, aber bringt der Partnerschaft nur bedingt etwas. Tantra ausserhalb des heimischen Schlafzimmers zu geniessen, bedeutet, dass die Erfahrung auch ausserhalb bleibt. Nur wenn du bereit bist, die Inspirationen aus dem Tantrastudio auch zu Hause zu inplantieren, ist es durchaus denkbar, dass sich Veränderungen einstellen.

Das fängt von bei der inneren Haltung an, die man gegenüber seinen Partner pflegt. Im Tantra spricht man davon, wertfrei zu sein, möglichst ohne Erwartungen an erotische  Handlungen heranzutreten und keine Ziele zu haben. Oft ist das Ziel aber bei sexuellen Interaktionen der Orgasmus. Wer anfängt, sich diesem Druck zu widersetzen und das erotische Erlebnis als solches zu geniessen, wird spüren, dass sich diese Schwingung auch auf die Partnerschaft auswirkt. Denn auch der Partner wird es geniessen, wenn kein Ziel mehr auf der Speisekarte steht. Oft geschehen dann die Dinge, die man sich eigentlich schon lange wünschte, aber real nicht sichtbar war. Frauen sind plötzlich in der Lage Orgasmen zu fühlen, sehen sich befreit und nicht mehr reduziert auf das Eine. Sex macht plötzlich Spass und die Lust führt dazu, dass auch davon profitieren kannst. Ganz einfach, ohne stundenlange Debatten über Bedürfnisse und unerfüllte Wünsche geschehen diese Veränderungen, weil du dich verändert hast.

 

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